Konflikte in der Familie lösen » Termine » Selbstreflexion oder “Alles, was sich sagen lässt, lässt sich klar sagen.” Wittgenstein

Selbstreflexion oder “Alles, was sich sagen lässt, lässt sich klar sagen.” Wittgenstein

Klare Worte zu finden, für den eigenen inneren Zustand, ist zu Beginn einer Mediation oft nicht möglich. Es lässt sich zunächst eben nicht klar sagen, was eigentlich zu sagen wäre.

Woran liegt das? Vielleicht liegt es daran, dass wir im existentiell bedrohlichen Konfliktfall von unserem intuitiven Wissen und unseren positiven, konstruktiven Gefühlen abgeschnitten sind. Wie bei einem Schock. Das Gehirn schwirrt, arbeitet im Notprogramm, will uns schützen, will das Überleben sichern. Wir suchen in uns nach Begründungen und  nach den richtigen Worten, die sagen, was in uns los ist. Die Mediation ist daher auch eine der besten Möglichkeiten der Selbstreflektion. Wir lernen in der Auseinandersetzung und im Gespräch mit dem Anderen viel über uns selbst.

Selbstreflexion und Neubeginn
Neue Wege gehn, wissen wohin

Wenn am Ende einer Mediation meine Klienten wissen, wo es für sie lang geht, was sie für einer sind oder sein wollen, mit welcher Haltung sie im Leben stehen, was sie vom Leben und von ihren Beziehungen wünschen, statt nur (wie oft zu Beginn der Gespräche) was sie nicht wollen, dann weiss ich, warum mir diese Arbeit so wichtig ist.

Wenn Worte sich wieder einfach und klar sagen lassen, dann ist die Mediation beendet und etwas Neues beginnt.